Die DJG-SH auf der Nordart

Die DJG-SH auf der Nordart

Am 27.07.2025 besuchten 14 Mitglieder der DJG-SH die NordArt, eine der größten Kunstausstellungen Nordeuropas. Das Interesse der Gruppe richtete sich vor allem auf den diesjährigen Schwerpunkt Japan der NordArt. Erfreulicherweise stellte sich der Kurator des Japan-Schwerpunktes, Ralph Tepel, für eine Führung zur Verfügung. Ralph Tepel ist geschäftsführender Vorstand und künstlerischer Leiter des Deutschen Japan-Museums auf Schloss Mitsuko in der Nähe von Rostock.

Mit seinen profunden Kenntnissen zeigte Ralph Tepel den Gästen einen Großteil der Werke von 41 japanischen Aussteller*innen. Er hob dabei hervor, dass er den Begriff „Japanische Aussteller*innen“ sehr weit fassen würde, von in Japan geborenen und lebenden Künstler*innen, über im Ausland lebende Japaner*innen bis hin zu Deutschen, die in Deutschland oder in Japan leben. Entscheidend sei die japanische Mentalität der Kunstschaffenden. Ein herausragendes Beispiel für diese multikulturelle Sichtweise sei Professor Henri Radeloff, der Mitgründer des Japan-Museums, der mehr als 40 Jahre in Kyoto lebte. Werke von Henri Radeloff sind Bestandteil des Japan-Schwerpunktes der NordArt.

Ralph Tepel hat sein Konzept für den Japan-Schwerpunkt unter den japanischen Begriff 道 (do) gestellt, was „Weg“ bedeutet, im Japanischen aber üblicherweise nicht alleine verwendet wird. Tepel wollte mit der Alleinstellung des 道 (do) die Offenheit des Konzeptes symbolisieren. Mit spannenden Geschichten und interessanten Hintergrundinformationen führte Ralph Tepel die DJG-Mitglieder in zeitgenössische japanische Kunst in ihren vielfältigen Formen ein. Nach zwei Stunden wurde der Kurator mit einem großen Applaus von der Gruppe verabschiedet.