Unweit von Tokyo liegt diese Kleinstadt am Ashinoko. Hier bieten sich atemberaubende Ausblicke auf den Fuji und die heißen Quellen (Onsen) laden zur Entspannung in einem der vielen traditionellen Gasthäusern (Ryokans) ein.
Am 10.06.2025 fand ein Stammtisch der DJG-SH statt, auf dem unser Mitglied Dirk Schenke zum Thema „Hakone – ein Blick auf den Fuji-san“ referierte. Dirk Schenke hat uns schon mehrfach mit interessanten Japan-Vorträgen erfreut, und auch diesmal wurden die Zuhörer*innen nicht enttäuscht. Zu Beginn erläuterte Dirk den Ursprung des Namens „Hakone“: Dieser setzt sich aus Kanji-Zeichen für „Kiste“ und „Wurzel“ zusammen. Das erklärt sich daraus, dass Hakone schon seit der Edo-Zeit ein Ort der Holzschnitzerei war. Berühmt sind vor allem Yosegizaiku, kleine Holzkistchen ohne Deckel, die nur durch das Verschieben kleiner Holzstäbchen zu öffnen sind. Hakone liegt in den Bergen südwestlich von Tokio am Ashinoko See, an dem sich wiederum ein weithin sichtbares Torii mit einem dazugehörigen Schrein (Hakone Schrein) befindet.








Zu Edo-Zeiten war Hakone eine Zollstation an der Route Edo – Kyoto. Berühmt ist der Ort des Weiteren für seine Onsen (heiße Thermalquellen). Sehr sehenswert ist nach den Worten von Dirk Schenke – auch für Nicht-Kunstinteressierte – das Open Air Museum mit vielen Plastiken in einem Park. Sicherlich das Highlight ist der Blick auf den 70 km entfernten heiligen Berg Fuji-san. Dieser ist aber nur bei gutem Wetter zu sehen und sonst häufig in den Wolken versteckt. Es ist ein Vulkan, der aber zuletzt 1707 ausgebrochen ist. Für viele Japaner ist der Aufstieg auf den Fuji-san ein „Muss“, am besten in der Nacht, um auf dem Gipfel den Sonnenaufgang zu erleben. Die meisten, die das gemacht haben, sagen aber auch: „Einmal reicht“! Dirk Schenke erläuterte noch, dass der Mount Fuji von fünf Seen umgeben ist, die bei ausreichender Zeit einen Besuch wert sind.
Zum Abschluss schilderte der Referent eine lohnenswerte Rundfahrt von Hakone aus mit einem nachgebauten Piratenschiff am Torii vorbei, dann mit einer Seilbahn zu Schwefelquellen und zurück mit einer Bahn nach Hakone.